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Veganen Joghurt selber machen

Supermärkte bieten bereits ein breites Spektrum an veganen Joghurt an. Ob Soja-, Kokos- oder Mandeljoghurt – immer mehr vegane Varianten bahnen sich den Weg in die Kühlregale der Supermärkte.

Leider enthalten viele der industriell hergestellten Produkte, vor allem der veganen Alternativen künstliche Zusätze, viel Zucker und haben nur noch wenig mit echtem Joghurt zu tun

Wenn du wenige Zutaten bevorzugst und Zusatzstoffe oder diverse zugesetzte Zuckerarten vermeiden möchtest, dann stell ganz einfach deinen eigenen veganen Joghurt her. Du wirst sehen unzählige in Symbiose lebender Bakterien zaubern dir innerhalb kürzester Zeit mit Pflanzenmilch deiner Wahl einen leckeren und mild-säuerlichen veganen Joghurt.

Deine Vorteile veganen Joghurt selbst herzustellen

Es gibt zahlreiche Gründe in die Welt der Fermentation einzusteigen, es macht nicht nur Spaß zu Hause eigenen Joghurt herzustellen und die Rezepte immer mal wieder zu variieren, es schont auch deinen Geldbeutel und tut dir gut.

  • Du entscheidest, welche Zutaten du verwendest – keine Zusätze, kein Haushaltszucker und keine Aromastoffe. Wenn du Unverträglichkeiten hast oder darauf achtest, was du isst, ist es definitiv eine gute Option für dich Joghurt selbst herzustellen.
  • Durch die frische Zubereitung von Joghurt mit unserer Starterkultur kommst du außerdem in den Genuss aller lebendigen und guter Bakterien, die deine Darmflora unterstützen.
  • Du sparst Geld – abgesehen von den Anschaffungskosten für Bakterien und gegebenenfalls einen Joghurtbereiter, musst du nur noch die Pflanzenmilch kaufen.

Vegane Joghurtkulturen

Wie wird veganer Joghurt hergestellt und was hat es mit Milchsäure auf sich? Dies wollen wir euch kurz erklären.

Joghurt wird aus (Pflanzen)milch und einer Joghurtkultur hergestellt. Joghurtkulturen sind Bakterien, die während des Fermentationsprozess Milchsäure produzieren. Das Wort Milchsäure hat wahrscheinlich schon einige Veganer ein wenig verwirrt. Aber keine Sorge, Milchsäure ist vegan.

Milchsäure wurde tatsächlich das erste Mal im 18 Jh. in Kuhmilch entdeckt, ist aber ein Produkt der Bakterien. Die Milchsäure entsteht, wenn stärke- und zuckerhaltige Lebensmittel durch die Bakterien fermentiert werden. Die Ausgangsprodukte können sowohl tierische- und pflanzliche Rohstoffe sein.

Ausschlaggebend, ob eine Joghurtkultur vegan oder nicht-vegan ist, ist der Nährboden auf dem die Mikroorganismen gezüchtet werden. Unsere Joghurtkultur wird auf veganem Nährboden hergestellt und ist damit 100 % vegan.

Welche pflanzliche Milch eignet sich am besten?

Die Frage ist, welche Pflanzenmilch sich nun am besten für deinen veganen Joghurt eignet. Die Vielfalt ist groß und je nach Geschmack und gewünschter Konsistenz gibt es zahlreiche Möglichkeiten. Wir haben verschiedene Sorten ganz genau unter die Lupe genommen und für euch getestet.

Sojamilch

Sojamilch ist für die ersten Versuche am einfachsten, da sie ähnlich wie Kuhmilch reagiert und die Herstellung zum Joghurt ohne Probleme gelingt. Dies liegt daran, dass mindestens 3 g Eiweiß in 100 g Pflanzenmilch enthalten sein muss, damit eine ausreichende Gerinnung (Verdickung) erreicht werden kann. Sojamilch enthält genug Eiweiß und wird ohne Verdickungsmittel fest.

Für die ersten Versuche empfehlen wir daher definitiv Sojamilch. Verträgst du diese nicht oder magst den Geschmack nicht gerne, dann starte mit Kokosmilch.

Kokosmilch

Kokosmilch eignet sich für diejenigen perfekt, die einen veganen Joghurt ohne Soja herstellen möchten. Verwende bitte die Kokosmilch mit hohem Anteil Kokosnuss (>60 %), nicht den Kokosnussdrink. Dadurch wird der Joghurt schön cremig und die Fermentation bewirkt einen leckeren säuerlichen Geschmack. Möchtest du den Kokosjoghurt ein wenig stichfester, kannst du sehr gut Verdickungsmittel wir Agar-Agar oder Tapiokastärke verwenden.

Mandel- und Hafermilch

Diese Sorten lassen sich ein wenig schwieriger verarbeiten, da sie nicht gut verdicken. Ein Verdickungsmittel ist daher auf jeden Fall nötig. Du solltest etwas Geduld und Lust haben verschiedene Rezepte auszuprobieren.

Wie dein Joghurt am besten verdickt, erfährst du im nächsten Abschnitt ?

P.S.: Pflanzenmilch ist in der Regel pasteurisiert. Beim Pasteurisieren wird Milch für 15-20 Sekunden auf mindestens 60 °C erhitzt und dann sofort wieder abgekühlt und bei Kühlschranktemperaturen gelagert. Pasteurisierte Pflanzenmilch ist länger haltbar und für die Herstellung von Joghurt gut geeignet. Wenn du selbst frische Pflanzenmilch herstellst, solltest du diese vor der Verarbeitung kurz aufkochen und auf mindestens 60 °C erhitzen.

Wie bekomme ich eine festere Konsistenz?

Du hast mehrere Optionen eine festere Konsistenz für deinen Joghurt zu erzielen. Im Folgenden erklären wir dir drei einfache Möglichkeiten.

Verdickungsmittel

Möchtest du Joghurt herstellen, der stichfester und cremiger ist, benutze zusätzlich ein Verdickungsmittel. Vor allem bei Mandel- und Hafermilch solltest du ein Verdickungsmittel verwenden. Es gibt eine Vielzahl von veganen Verdickungsmitteln, probiere einfach aus mit welchem dir dein Joghurt am besten schmeckt.

Wir haben die besten Ergebnisse mit Agar-Agar und Tapiokastärke erzielt. Diese Verdickungsmittel musst du erhitzen.

Hierfür erhitzt du die Pflanzenmilch und rührst ca. 1 Tl Agar-Agar/Tapiokastärke für 500 ml Pflanzenmilch unter. Lass es kurz aufkochen und anschließend auf unter 40°C abkühlen (wenn die Flüssigkeit noch wärmer als handwarm ist, lass sie weiter runterkühlen). Dieser Punkt ist besonders wichtig, denn die Joghurtkultur verträgt keine hohen Temperaturen. Sie ist schließlich lebendig!

Möchtest du mit einem Verdickungsmittel arbeiten ohne die Pflanzenmilch erhitzen zu müssen, kannst du zum Beispiel Johannisbrotkernmehl verwenden.

Abtropfen 

Du kannst deinen Joghurt in ein Mulltuch geben und über Nacht abtropfen lassen, so gewinnt er an Festigkeit.

Kühlung

Es ist sehr wichtig, dass du nach der Fermentation (ca. 10-15 Std), den Joghurt im Kühlschrank zur weiteren Verdickung über Nacht lagerst, bevor du ihn verzehrst.

Fazit

Nicht jede Pflanzenmilch lässt sich gleichermaßen gut zu Joghurt verarbeiten. Wir empfehlen dir Soja- oder Kokosnussmilch, da wir mit diesen Sorten tolle Ergebnisse erzielt haben. Achte darauf, dass du deinen Joghurt nach der Fermentation zur Verdickung in den Kühlschrank stellst. Möchtest du einen festeren Joghurt, verwende ein Verdickungsmittel deiner Wahl (z.B. Agar-Agar, Tapiokastärke etc.).

Wenn du auf Kuhmilch verzichtest, aber deinen leckeren Frühstücksjoghurt nicht missen möchtest, solltest du die veganen Varianten unbedingt testen.

Eine Anleitung mit der nur in 4 Schritten Joghurt herstellst, findest du hier.

>> Benötigst du noch eine Starterkultur findest du sie in unserem Shop 

Lass uns von deinen Erfahrungen mit veganem Joghurt in den Kommentaren teilhaben.

Kommentare (20)

Genial! Sollte ich meine Kulturen aufgebraucht und aktuell keine mehr da haben:
Kann ich mit einem Rest des fertigen Joghurts auch wieder neuen Joghurt
ansetzen?

Lieber Andy,
genau um neuen Joghurt herzustellen, kannst du anstelle einer neuen Joghurtkultur auch mit dem fertigen Joghurt animpfen. Nimm dir hierfür einfach von dem fertigen Joghurt 2 – 3 EL und gebe sie anstelle der Joghurtkultur in deine Milch. Das funktioniert etwa bis zu 10 mal, danach solltest du wieder neue Kulturen verwenden.
LG dein Fairment-Team

Super! Wenn ich jetzt aber weniger Joghurt herstellen möchte z. B. Aus 500ml Flüssigkeit. Muss ich dafür auch ein ganzes Päckchen Joghurtkulturen nehmen oder reicht davon ein halbes Päckchen aus?
Danke! LG Ricarda

Liebe Ricarda,
ein halbes Päckchen reicht aus. Du kannst auch ein ganzes Päckchen nehmen, dann wird der Geschmack intensiver und die Fermentation geht ein wenig schneller. Lass es dir schmecken!
LG dein Fairment-Team

Hallo ihr Lieben, ich habe heute die Joghurtkulturen bekommen, aber noch keine geeignete Kokosnussmilch bekommen. Ich würde aber gerne beginnen. Kann ich es auch mit Kuhmilch versuchen?

Liebe Evelyn,
auch mit Kuhmilch funktioniert die Bakterienkultur. Viel Erfolg beim Fermentieren!
LG dein Fairment-Team

Hallo, habe mich leider vorab nicht richtig eingelesen was die Pflanzen- oder Nussmilch betrifft- habe Cashwemilch verwendet und mein Joghurt ist leider flüssig geblieben, jetzt gibts Erdbeermilch;-)

Liebe Jutta, das ist doch eine schöne positive Einstellung 🙂 Lass dir die Erdbeermilch schmecken.
LG dein Fairment-Team

Hallo zusammen ?
Könnt ihr ein, zwei Tipps geben zum Thema Joghurtbereiter? Sollte es eher ein elektrisch betrieben es Gerät sein oder reicht ein „konventioneller“ Bereiter völlig aus? Besonders im Bezug auf die vegane Version?
Und: wieviel Johannesbrotkernmehl braucht man in etwa für das Andicken?
Lieben Dank ?

Liebe Lina,
bei uns hat es mit beiden Varianten gut funktioniert. Das Gute bei den elektrischen Joghurtbereitern ist, dass sie sich z.B. nach 12 Std. selber ausschalten und eine konstante Temperatur halten. Die Konventionellen sind dafür etwas günstiger und haben auch immer für ein gutes Ergebnis gesorgt, da auch diese durch die Isolierung die Wärme behalten. Wenn du Johannisbrotkernmehl verwenden möchtest, empfehle ich dir 1 Tl auf 500 ml.
Lass es dir schmecken! LG dein Fairment-Team

Hallo,
Ich habe den Joghurtbereiter von Rosenstein und Söhne. Man kann maximal ein Loter, aber auch weniger Joghurt zubereiten. Der Innenbehälter kann mit Deckel in den Kühlschrank und hinterher ggf. in die Spümalschine. Alles super einfach und praktisch.
Liebe Grüße Claudia

Hallo zusammen ?
Könnt ihr ein, zwei Tipps geben zum Thema Joghurtbereiter? Sollte es eher ein elektrisch betrieben es Gerät sein oder reicht ein „konventioneller“ Bereiter völlig aus? Besonders im Bezug auf die vegane Version?
Und: wieviel Johannesbrotkernmehl braucht man in etwa für das Andicken?
Lieben Dank ?

Liebe Lina,
beide Varianten haben Vorteile und mit beiden klappt es gut. Bei dem elektrischen hat man die Vorteile, dass er die Temperatur sehr gut konstant hält und selbst abschaltet. Die „konventionellen“ sind häufiger günstiger in der Anschaffung und verbrauchen kein Strom.
Du solltest ca. 1 Tl Johannisbrotkernmehl auf 500 ml Milch geben.
LG dein Fairment-Team

Hallo fairmentTeam,
ich habe während des Fermentationskongresses in einem Interview mitgenommen, dass man auch aus Wasserkefir und bspw. Cashewnussmilch einen „Joghurt“ bereiten kann. Leider finde ich nirgends eine Anregung, wie dies funktioniert. Könntet ihr hierzu etwas nachliefern?
HG Elke

Hallo,

Ich habe bisher sojajoghurt gemacht. Auch bereits mit dem eigenen Joghurt angeimpft. Hat prima geklappt. Wie ist es wenn ich jetzt eine andere Pflanzenmilch versuchen will, kann ich den Sojajoghurt zum animpfen von zum Beispiel Kokosmilch verwenden? und wie ist es bei Hafermilch ? Undeutlich guter Letzt, wenn ich z.b. haferjohurt andicken will und Johannesbrotkernmehl verwenden will, muss ich die Hafermilch dann auch damit aufkochen, oder gilt das nur Agar-Agar und Tapiokastärke?

Vielen Dank
Liebe Grüße Claudia

Liebe Claudia,
klar du kannst den Sojajoghurt auch zum Animpfen von Kokosnussmilch verwenden.
Hafermilchjoghurt herzustellen ist ein wenig schwieriger als Soja- und Kokosnussjoghurt. Du solltest ein wenig Lust und Zeit haben in der Küche ein wenig zu experimentieren. Johannisbrotkernmehl (und z.B. auch Xanthan) wird nicht erhitzt, einfach zugeben (ca. 1 Tl pro 500 ml). Du könntest auch versuchen 50:50 Hafermilch und Sojamilch.
Viel Erfolg und LG dein Fairment-Team

Hallo,

bei dem Versuch, Joghurt aus Kokosmilch (die mit 60% Kokosanteil) herzustellen, ist leider irgendetwas schief gelaufen. Ich habe 800ml Kokosmilch in ein 1-Liter-Glas gefüllt und ein Päckchen der veganen Joghurtkultur eingerührt. Dann habe ich das spezielle Joghurtprogramm unseres Dampfgarers benutzt, um die Temparatur bei 40 Grad über 10h konstant zu halten. Es haben sich zwei Phasen gebildet. Eine klare in der unteren Glashälfte und eine weiße in der oberen. Es blieb alles flüssig. Beziehungsweise wurde das weiße Kokosfett als oberste Schicht später im Kühlschrank hart, darunter blieb alles flüssig.
Habt ihr eine Idee, was da schief gelaufen sein könnte?

Gruß,Eva

Liebe Eva,
das sich zwei Phasen bilden ist vollkommen normal. Am besten nach der Fermentationszeit (ca. 10 – 15 Std), einmal kräftig umrühren und dann in den Kühlschrank über Nacht stellen. Am nächsten Tag noch einmal umrühren. Bei Kokosmilch ist es auch sehr hilfreich Verdickungsmittel wie Agar-Agar zu verwenden.
LG dein Fairment-Team

Hallo Zusammen
Kann ich die 2-3 Esslöffel fertigen Joghurt als Starterkultur für die nä. Zubereitung auch für 2 Tage im Kühlschrank aufbewahren, wenn ich nicht sofort neuen Joghurt herstellen möchte? Beeinflusst das das nä. Animpfen, weil gekühlt? Oder vorher einige Stunden aus dem Kühlschrank nehmen?
Besten Dank!
Romea

Liebe Romea,
natürlich kannst du die Starterkultur zunächst im Kühlschrank lagern, 2 Tage sind vollkommen okay, mehr als 1 Woche sollten es besser nicht sein, da sonst deine Bakterien ein wenig hungern.
Durch die Kühlung arbeiten sie am Anfang zunächst ein wenig langsamer, dies stellt sich aber sehr schnell ein, sodass du die Starterkultur nicht vorher für einige Stunden aus dem Kühlschrank nehmen musst.
LG dein Fairment-Team

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  1. 5 out of 5
    „Kombucha hat meine Oma damals schon immer gemacht. Mit Fairment bin ich in ihre Fußstapfen getreten“

    Danke Fairment. Dank euch gibt es bei mir jetzt immer frische Fermente auf den Tisch. Das tut dem Geldbeutel aber vor allem der Gesundheit ganz gut. Die Community hat mich immer mit Rezepten inspiriert.

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    „Fairment hat meine Küche erobert. Ich backe jetzt auch mein eigenes Sauerteig Brot.“

    An einer Darmerkrankung leidend, tragen Fermente einen großen Teil zu meiner Gesunderhaltung bei. Fairment klärt auf und macht den Einstieg in die Welt der Fermentation mit ihren Produkten leicht, unterhaltsam und stylisch.

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