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Natursauerteig – ganz einfache Herstellung!

Natursauerteig ist eine Starterkultur aus Mehl und Wasser, die lebende Hefen und Bakterien enthält. Er wird entweder aus der dem Mehl eigenen mikrobiellen Flora angezüchtet oder einfach mit einem schon fertigen Sauerteig angesetzt. Traditionell hergestelltes Brot mit Natursauerteig trocknet nicht so schnell aus und schimmelt viel langsamer, als nicht gesäuertes Brot. Wie genau Du Deinen eigenen Natursauerteig herstellen kannst, verraten wir Dir in diesem Blogpost – das perfekte Rezept!

In dem Natursauerteig befinden sich wertvolle Hefen und Milchsäurebakterien. Sie verdauen für Dich den Teig vor, wodurch neue Nährstoffe als Stoffwechselprodukte entstehen. Die Verfügbarkeit der Nährstoffdichte im Mehl wird erhöht und Bestandteile, die für einige Menschen problematisch sind, werden vermindert. Darunter zählt beispielsweise Gluten.

Rezept für den perfekten Natursauerteig

Wir zeigen Dir unser Rezept für den perfekten Natursauerteig mit Roggenmehl.

Mit wenigen Zutaten kannst Du einfach Sauerteig herstellen und schließlich Dein eigenes Brot backen. Die Herstellung des Sauerteiges erfolgt in 3 Schritten und dauert mindestens 3 Tage. Die Konsistenz solle ähnlich sein wie die von einem Waffel- oder Pfannkuchen-Teig.

Gericht Kultur
Schlagwort natursauerteig
Vorbereitungszeit 15 Minuten
Ruhezeit 3 days
Gesamtzeit 3 days 15 Minuten
Autor Fairment

Zutaten

  • 30 g lauwarmes Wasser
  • 30 g Roggen Vollkornmehl

Zubereitung

Erster Ansatz

  1. Verrühre in einem Einweckglas 30g Roggen Vollkornmehl und 30g lauwarmes Wasser zu gleichen Anteilen. Decke den Ansatz mit einem Küchentuch oder Taschentuch und Gummi ab, damit er atmen kann. Lass ihn bei Zimmertemperatur stehen.

Zweiter Ansatz

  1. Achtung: Nach 24 bis 36 Stunden muss der Sauerteig wieder gefüttert werden, da er sonst sterben kann. Dein erster Ansatz sollte jetzt bereits angenehm säuerlich riechen und kleine Bläschen werfen. Gib nun nochmal 30g Roggen Vollkornmehl und 30g Wassers hinzu. Lasse ihn wieder 24-36 Stunden bei Zimmertemperatur stehen.

Dritter Ansatz

  1. Fast fertig! Gib nochmal 30g Roggen Vollkornmehl und lauwarmes Wasser hinzu und lasse es diesmal nur 24 Stunden bei Zimmertemperatur stehen. Der Teig sollte mittlerweile noch mehr – und auch größere Blasen – geworfen haben.

  2. Fertig zum Backen!

Notizen

Es eignen sich alle Vollkornmehle wie Roggen, Dinkel und Weizen zur Herstellung eines echten Sauerteigs. Du solltest allerdings kein Mehl des Typs 405 verwenden. Dieser ist sehr fein und ist ideal zum Backen von Kuchen, Torten und Kekse, aber nicht zum Sauerteig ansetzen. Um den Sauerteig anzuzüchten sind Vollkornmehle besser geeignet, da sie die Randschichten des Korns enthalten. Auf der Schale des Korns leben viele wilde Hefen und Bakterien, die wir uns im Sauerteig anzüchten wollen. Da Roggen eine besonders gute Mikroflora mitbringt, verwenden wir in diesem Rezept Roggenmehl.

Wie bewahre ich meinen Sauerteig auf?

Möchtest Du nicht jedes Mal einen neuen Sauerteig ansetzen oder hast Du keine Zeit Deinen neuen Mitbewohner täglich zu füttern? Du kannst einfach einen Teil von dem Sauerteig für 7-10 Tage im Kühlschrank aufbewahren oder Dir einen bereits fertigen Sauerteig bestellen.

WICHTIG: Nach längerer Lagerung solltest du vor dem nächsten Backen Deinen Sauerteiges erst wieder mit frischem Mehl und lauwarmem Wasser füttern. Füttere ihn 1-2 Mal bis er sich im Glas verdoppelt, um zum Brot Backen einen wieder sehr aktiven Sauerteig zu haben. Der Natursauerteig ist im Kühlschrank circa 1 Woche haltbar.

TIPP: Abbröseln! Du kannst deinen Teig auch in eine Art Winterschlaf versetzen und ihm seine Feuchtigkeit entziehen. Die Hefen können so nicht so aktiv sein wie üblich. Brösele hierfür einfach Teile von Deinem Sauerteig mit trockenem Mehl ab, sodass der Sauerteig von allen Seiten gut umhüllt ist. Durch die große Mehlmenge in Relation zur Feuchtigkeit kannst Du den Teig mehrere Wochen im Kühlschrank lagern. Willst Du ihn wieder nutzen, musst Du den Bröseln wieder ordentlich Wasser hinzufügen und einige Tage regelmäßig mit Mehl und Wasser füttern.

Du suchst noch mehr Rezepte zum Selbermachen? Dann probier Dich doch mal im Kimchi oder Kombucha selber machen aus und lass Mikroben toben!

FAQ

Welches Mehl kann ich für den Natursauerteig verwenden?

Du kannst jegliches Weizen-, Dinkel- oder Roggenmehl verwenden. Vollkornmehl ist nicht zwingend notwendig, allerdings sollte der Mehltyp höher als das 405er Mehl sein. Üblicherweise wird der Type 1150 zum Füttern des Starters bevorzugt.

Was ist das Anstellgut?

Als Anstellgut wird der Teil des Sauerteigs bezeichnet, den Du nicht zum Brot backen verwendest. Er wird weiter gefüttert und bildet somit die Basis für den nächsten Sauerteig.

Woraus besteht Natursauerteig?

Er besteht lediglich aus zwei Zutaten: aus Wasser und Mehl. Angesetzt wird er mit Anstellgut (schon fertigem Sauerteig) oder er wird neu angezüchtet mit den wilden Hefen und Bakterien, die auf dem Getreide leben.

Kommentare (2)

Wie hoch ist der Anteil der Gluten der durch durch die Sauerteigproduktion eingeht? Gibt es dazu irgendwelche ProzenAngaben?
Vielen lieben Dank
Daniel

Lieber Daniel,
eine pauschale Antwort hier drauf zu geben ist schwierig, da es auf viele verschiedene Bedingungen ankommt (welche Bakterien, Umgebungstemperatur, etc.) Auch die Forschung forscht erst seit den letzten Jahren vermehrt zu diesem Thema: Einen interessanten Artikel falls dich das Thema näher interessiert findest du hier: http://www.agfdt.de/loads/gc07/wieser.pdf und https://aem.asm.org/content/73/14/4499.
Viel Spaß beim Lesen und liebe Grüße
Dein Fairment-Team

Fairment - TV

Das sagen unsere Kunden

  1. 5 out of 5
    „Kombucha hat meine Oma damals schon immer gemacht. Mit Fairment bin ich in ihre Fußstapfen getreten“

    Danke Fairment. Dank euch gibt es bei mir jetzt immer frische Fermente auf den Tisch. Das tut dem Geldbeutel aber vor allem der Gesundheit ganz gut. Die Community hat mich immer mit Rezepten inspiriert.

  2. 5 out of 5
    „Fairment hat meine Küche erobert. Ich backe jetzt auch mein eigenes Sauerteig Brot.“

    An einer Darmerkrankung leidend, tragen Fermente einen großen Teil zu meiner Gesunderhaltung bei. Fairment klärt auf und macht den Einstieg in die Welt der Fermentation mit ihren Produkten leicht, unterhaltsam und stylisch.

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